Backlinks analysieren —
in 6 Schritten zum klaren Bild

Backlinks sind einer der wichtigsten Ranking-Faktoren — aber die meisten Website-Betreiber wissen nicht, wer eigentlich auf sie verlinkt. Diese Anleitung zeigt dir, wie du dein Linkprofil erfasst, die Metriken richtig liest und die Backlinks deiner Wettbewerber auswertest. Die ersten zwei Schritte sind komplett kostenlos.

Start mit 0 € möglich 6 Schritte Stand: Juli 2026

Warum die Backlink-Analyse so wichtig ist

Links von anderen Websites sind für Google ein zentrales Vertrauenssignal: Wer von relevanten, seriösen Seiten verlinkt wird, gilt als empfehlenswert. Eine Backlink-Analyse beantwortet dir drei Fragen: Wer verlinkt auf mich? (Bestandsaufnahme), Wie stark ist mein Linkprofil im Vergleich zur Konkurrenz? (Benchmark) und Wo liegen ungenutzte Chancen? (Linkaufbau-Potenzial).

Du brauchst dafür kein teures Tool-Abo, um anzufangen — die ersten beiden Schritte funktionieren komplett kostenlos.

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Eigene Backlinks in der Google Search Console erfassen

Der beste Startpunkt ist kostenlos und kommt direkt von Google: Öffne in der Google Search Console den Bericht „Links" (im linken Menü unten). Dort siehst du drei Auswertungen: deine meistverlinkten Seiten, die am häufigsten verweisenden Websites und die verwendeten Linktexte.

Exportiere die Liste der verweisenden Websites als CSV — sie ist deine Basis für alle weiteren Schritte. Beachte: Die Search Console zeigt eine Stichprobe aus Googles Sicht, keine vollständige Link-Datenbank, und keine Qualitätsmetriken.

Kostenlos: Google-Konto genügt. Wenn deine Website noch nicht in der Search Console angemeldet ist, ist das ohnehin der wichtigste erste SEO-Schritt überhaupt.
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Linkprofil mit einem kostenlosen Tool ergänzen

Die Search Console zeigt nur, was Google dir zeigen will. Für eine zweite Perspektive ergänzt du ein Tool mit eigener Link-Datenbank. Im dauerhaft kostenlosen Free Plan bietet Seobility eine Basis-Backlink-Analyse — auf Deutsch und ohne Zeitlimit, für ein Projekt.

Vergleiche beide Quellen: Tauchen in der Search Console verweisende Domains auf, die das Tool nicht kennt (oder umgekehrt)? Das ist normal — jede Link-Datenbank crawlt anders. Die Schnittmenge ist dein verlässlicher Kern.

Tipp: Welche Free Plans sich sonst noch lohnen, zeigt unsere Übersicht der kostenlosen SEO-Tools.
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Die wichtigsten Metriken verstehen

Rohdaten allein nützen nichts — entscheidend ist, wie du sie liest. Diese vier Kennzahlen zählen:

Verweisende Domains

Wichtiger als die reine Linkanzahl: 10 Links von 10 verschiedenen Websites sind wertvoller als 100 Links von einer einzigen Domain (z. B. aus einem Footer).

Domain Authority (DA)

Die bekannteste Backlink-Metrik, entwickelt von Moz: schätzt die Linkstärke einer Domain von 1–100. Gut zum Vergleichen — aber keine offizielle Google-Kennzahl.

Follow vs. Nofollow

Nur Follow-Links geben volle Linkkraft weiter. Nofollow-Links (z. B. aus Kommentaren oder Anzeigen) gehören trotzdem zu jedem natürlichen Linkprofil dazu.

Linktexte (Ankertexte)

Mit welchen Worten wird verlinkt? Ein natürliches Profil mischt Markennamen, URLs und beschreibende Texte. Auffällig viele identische Geld-Keywords sind ein Warnsignal.

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Wettbewerber-Backlinks analysieren

Jetzt wird es strategisch: Analysiere die Linkprofile der Websites, die vor dir ranken. Die Kernfrage lautet: Welche Websites verlinken auf meine Konkurrenten, aber nicht auf mich? Jede dieser Quellen — Branchenverzeichnisse, Fachblogs, Ressourcen-Listen — ist ein konkreter Kandidat für deinen eigenen Linkaufbau.

Dafür brauchst du ein Tool mit eigener Link-Datenbank, denn die Search Console zeigt nur die eigene Website. Drei bewährte Optionen: Mangools LinkMiner (im günstigen 5-Tool-Bundle), der Moz Link Explorer (mit DA-Metrik und Spam-Score) und die Backlink-Analyse von SE Ranking (deutsches Interface, Teil der All-in-One-Suite).

Tool-Wahl: Welches Backlink-Tool zu Budget und Anspruch passt, klärt unser ausführlicher Backlink-Tool-Vergleich.
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Auffällige Links bewerten — Disavow nur im Ausnahmefall

Beim Durchsehen deines Linkprofils wirst du fast sicher auf merkwürdige Links stoßen: Spam-Verzeichnisse, Scraper-Seiten, fremdsprachige Linkschleudern. Die gute Nachricht: Google ignoriert minderwertige Links heute größtenteils von selbst. Panik ist nicht nötig.

Das Disavow-Tool von Google (Entwertung von Links) ist für echte Ausnahmefälle gedacht — insbesondere, wenn in der Search Console eine manuelle Maßnahme wegen unnatürlicher Links vorliegt. Wer ohne Not wahllos Links entwertet, riskiert eher Schaden als Nutzen, weil auch gute Links versehentlich mit entwertet werden können.

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Laufendes Monitoring einrichten

Ein Linkprofil ist nie fertig: Neue Links entstehen, alte verschwinden, wenn Seiten offline gehen oder umgebaut werden. Richte deshalb ein regelmäßiges Monitoring ein — Tools wie SE Ranking oder Moz Pro überwachen dein Linkprofil laufend und melden neue und verlorene Backlinks.

Als Minimal-Routine ohne bezahltes Tool: Schau einmal im Monat in den Links-Bericht der Search Console und vergleiche die Zahl der verweisenden Websites mit dem Vormonat. Ein plötzlicher Einbruch ist ein Signal, genauer hinzusehen — etwa ob eine stark verlinkende Seite offline gegangen ist.

Welches Backlink-Tool passt zu dir?

Für die Schritte 4 und 6 brauchst du ein Tool mit eigener Link-Datenbank. Unser Vergleich zeigt, was Moz Pro, SE Ranking und Mangools LinkMiner jeweils können — mit Preisen und klarer Zielgruppen-Empfehlung.

Zum Backlink-Tool-Vergleich Kostenlose SEO-Tools ansehen

Backlinks analysieren: FAQ

Wie kann ich meine Backlinks kostenlos analysieren?
Mit der Google Search Console (Links-Bericht: meistverlinkte Seiten, verweisende Websites, Linktexte) und ergänzend mit Seobility Free (Basis-Backlink-Analyse, dauerhaft kostenlos). Für Wettbewerber-Analysen brauchst du ein kostenpflichtiges Tool.
Was ist der Unterschied zwischen Backlinks und verweisenden Domains?
Backlinks zählen jeden einzelnen Link — verlinkt eine Website dich 50-mal (z. B. im Footer), sind das 50 Backlinks, aber nur 1 verweisende Domain. Für die Bewertung deines Linkprofils ist die Zahl der verweisenden Domains die aussagekräftigere Kennzahl.
Was ist Domain Authority (DA)?
Eine von Moz entwickelte Metrik von 1–100, die die Linkstärke einer Domain schätzt — die bekannteste Backlink-Kennzahl weltweit. Sie ist keine offizielle Google-Metrik und eignet sich vor allem zum Vergleichen von Domains untereinander.
Was macht einen guten Backlink aus?
Er kommt von einer thematisch verwandten, vertrauenswürdigen Website, steht redaktionell im Inhalt (nicht im Footer), ist ein Follow-Link und trägt einen natürlichen Linktext. Ein Link aus einem relevanten Fachartikel ist mehr wert als dutzende Verzeichnis-Links.
Sollte ich schlechte Backlinks per Disavow entwerten?
In den meisten Fällen: nein. Google ignoriert minderwertige Links heute weitgehend selbst. Das Disavow-Tool ist für Ausnahmefälle gedacht — insbesondere bei einer manuellen Maßnahme wegen unnatürlicher Links in der Search Console.